U(h)rsprung - Fusskettchen & Fun

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Witziges
U(h)rsprung

Die Arschkarte ziehen
Bei der Einführung der gelben und roten Karte im Fussball seitens des DFB´s gab es noch keine Farbfernseher bzw. hatten die Zuschauer nur s/w Geräte. Weil man auf s/w Geräten nicht gut erkennt, welche Karte der Schiedsrichter zieht, brachte der DFB die Empfehlung heraus, dass die gelbe Karte in der Hemdtasche steckt und die rote in der Gesäßtasche. Das führte zu der Aussage, dass wenn man die rote Karte bekommt, jemand die Arschkarte zieht.
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Barbecue
Der Ausdruck kam von den französischen Truppen im 17. Jahrhundert. Wenn sie einen Bison schossen, grillten sie ihn ganz. Dass heißt vom Bart (Barbe) bis zum Schwanz (Queue). In Klammern der französische Ausdruck.
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Auf den Hund gekommen
Im Mittelalter hatten die Menschen ihr Vermögen (Geld, Schmuck, usw. in großen Truhen, die meist verziert oder bemalt waren. Auf dem Boden der Truhe waren aus traditionszwecken meistens Hundebilder gemalt. Wenn also jemand den Inhalt seiner Truhe bis auf den Boden verbraucht hatte, war er sozusagen auf den Hund gekommen.
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Guter Rutsch
Der Spruch hat mit dem winterlichen rutschen nichts zu tun, denn er kommt aus dem hebräischen."rosch = Kopf". In zusammengesetzten Wörtern hat dieser "Kopf" dann als übertragenen Bedeutung "neu" im Sinn von "Anfang" bekommen, wie in "rosch haschana = Neu-Jahr" , und so ist auch unser Guter Rutsch entstanden.
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Hals - und Beinbruch
Dieser Ausspruch hat absolut nichts mit gebrochenen Knochen zu tun. Er kommt aus dem jiddischen "hazloche und broche" und bedeutet "Glück und Segen".
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vor die Hunde gehen
Wenn in alten Zeiten ein Bergmann schlecht gearbeitet hatte, mußte er zur Strafe den Transportkarren, die sogenannte Hunte ziehen. Somit ging dann also jeder Pechvogel einmal vor die Hunte.
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Kind und Kegel
Wer mit Kind und Kegel eine Reise tut, der hat es schon mal gut. Denn er nimmt ausser seiner Frau und seinen Kindern auch seine Nebenfrauen (Kebsweiber) und die mit diesen gezeugten Kindern (Kegel) mit.
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ein paar Kröten
Das hat auch nichts mit unseren kleinen Tümpelfreunden zu tun, denn es kommt von dem Wort Groschen oder Groten. Es bedeutet also "ein paar Groschen".
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Maulaffen feilhalten
Es kommt vom plattdeutschen dat Mul apen halten . Weil wir den Mund vor allem dann weit aufreissen, wenn wir etwas Ungewöhnliches oder Erschreckendes sehen, hörte man früher die Ordnungskräfte sagen, die Leute sollten nicht Maulaffen feilhalten, sondern weitergehen.
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Milchmädchenrechnung
In der Fabel "La laitière et le pot au lait" von La Fontaine bringt Perrette, die Bauernmagd, einen Topf mit Milch zum Markt; sie berechnet, wie sie dafür ein Huhn erhält, das Eier legt, und wie sie aus dem Gewinn des Eierverkaufs ein Schwein und eine Kuh bezahlt. Darüber gerät sie ins träumen, stolpert und fällt hin, der Topf läuft aus, und ihre Rechnung stimmt nicht mehr.
Eine Milchmädchenrechnung scheitert also nicht an ihrer Logik, sondern an externen Mißgeschicken; Milchmädchen können sehr gut rechnen, aber gegen Schicksalsschläge sind sie machtlos wie wir alle.
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Moin, Moin
Kommt aus dem friesischen moien Dag = guten Tag . Man kann das Wort also den ganzen Tag über benutzen.
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Nassauer
Der Ausdruck Nassauer hat mit der Stadt Nassau nichts zu tun. Das Wort kommt aus dem hebräischen "nasson" für geben oder schenken; es soll jemanden benennen, der lieber nimmt als gibt.
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teures Pflaster
Es hat in keinsterweise was mit dem Straßenpflaster zu tun. Seinen Namen hat es aus der Bismarckschen Sozialreform, wo die Patienten ihre Pflaster selber bezahlen sollten und mußten.
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Sauregurkenzeit
Das Wort hat seinen Ursprung in den hebräisch-jiddischen Wörtern "zarot" für Sorgen und "jakrut" für Preisanstieg. In der Sauregurkenzeit sorgten sich die jüdischen Kaufleute über Inflation und Preise.
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Sein Leben in die Schanze schlagen
Heißt, alles auf eine Karte zu setzen. Der Ursprung von "Schanze" liegt im lateinischen "cachentia" = "Fallen des Würfels" und dem altfranzösischen "chéance" = "Glückswurf". Ab dem Jahr 1200 ist es dann auch unter dem Namen "Schanze" im Mittelhochdeutschen nachzuweisen. Daher stammt auch die Redewendung jemanden etwas zuschanzen im Sinne von jemanden einen unverdienten Vorteil verschaffen.
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Einen Türken bauen oder etwas zu türken
Bei der Eröffnung des Nord-Ostseekanals 1895 wurden alle anwesenden Schiffe mit ihrer Nationalhymne begrüßt. Als unerwartet auch ein türkisches Schiff erschien, fehlten der Musikkapelle die Noten und man spielte "Guter Mond, du stehst so stille". So kam die Rede von dem Türken bauen in die deutsche Sprache.
Sie könnte aber auch dem Baron Wolfgang von Kempelen (1734-1804) gehören. Er baute einen Schachautomaten mit einer angebauten, türkisch gekleideten lebensgroßen Puppe. Dieser Automat gewann fast alle Spiele, weil sich in ihrem Inneren ein Schachmeister versteckt hielt, der durch Magneten am Boden der Figuren die Spielpositionen erkennen und über Hebel seine eigenen Figuren bewegen konnte.
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Mit Haken und Ösen
Eine Sache mit Haken und Ösen ist nicht etwa misslungen, sondern im Gegenteil sehr gut gelungen. Vor Erfindung der Knöpfe wurden Mäntel mit Haken und Ösen geschlossen. Eine Sache mit Haken und Ösen ist also etwas, das mit allem Nötigen versehen ist, also gut zusammenpasst.
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Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen
Dieser Kinderreim hat mit den Spinnentieren nichts zu tun. Gemeint ist die Tätigkeit des Spinnens. Nur die armen Leute fingen früher schon frühmorgens an zu spinnen.
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jemanden veräppeln
kommt aus dem jiddischen und hat seine Wurzel wohl in eppel = nichts. Veräppeln hieße demgemäß vernichten.
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Affenschande
hat nichts mit den kleinen Lausern zu tun. Es stammt von dem Plattdeutschen Satz: Dat ist eine apenbare (offenbare) Schande.
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Friedhof
hat mit dem Frieden nichts zu tun. Das Wort stammt vom althochdeutschen frithof = Vorhof, Vorplatz oder Vorraum einer Kirche. Da dieser eingefriedete, beschützte Platz oft als Begräbnisstätte genutzt wurde, wurde der Begriff so übernommen.
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Das kann kein Schwein lesen
Diese Redensart wird der Familie Swyn aus dem Dithmarschischen zugeschrieben, deren Mitglieder angesehene und kluge Leute waren. Hatte selbst ein Swyn Probleme mit dem entziffern eines Schriftstückes, so hiess es bei den Bauern: Dat kann kein Swyn lesen.
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Schwein haben
geht auf einen Brauch bei Schützenfesten zurück, dem schlechtesten Schützen als Spottpreis ein Ferkel zu überreichen.
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SOS
steht weder für Save our souls, noch für Save our schip, noch für Stop other signals. Man hat sich Anfang des Jahrhunderts international auf diese Buchstaben geeinigt, weil sie so leicht als Morsezeichen übertragbar sind: ...---... (3xkurz, 3xlang, 3xkurz).
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Spanferkel
Das Span bezeichnet die Zitze der Muttersau. Spänen ist auch ein anderes Wort für Säugen. Werden Ferkel mit drei Monaten geschlechtsreif, saugen sie noch am Span.
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Schlitzohr
Im Mittelalter wurde einem Gesellen bei einem Regelverstoß der Ohrring, das Zeichen der Zunftzugehörigkeit ausgerissen. Auch Betrügern soll in jener Zeit das Ohr geschlitzt worden sein.
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Als Prügelknabe herhalten
Junge Edelleute durften aufgrund ihres hohen Standes nicht durch Prügel bestraft werden. So wurden statt der edlen Knaben arme Kinder verprügelt und die wirklich Schuldigen mussten dabei zusehen. Für diesen Zweck hielt man sich extra Prügelknaben.
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jemanden festnageln
Es gab den Brauch, räuberische Vögel wie Bussarde oder Habichte an ein Scheunentor zu nageln. Dies sollte andere Raubvögel davon abhalten, unter den Beständen des Bauern zu wüten.
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jemandem etwas abknöpfen
Früher trugen in einigen Teilen Deutschlands reiche Bürger oder Bauern an ihrer Kleidung Silbermünzen oder Medaillen. Daher lohnte es sich schon, wenn man diese Leute um ein paar Knöpfe erleichterte.
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Da liegt der Hund begraben
Ein Wertgegenstand oder eine alte Sache wurde früher oft als Hund bezeichnet. Somit heiss es also Da liegt der Schatz begraben, wenn man auf eine alte oder geheimnisvolle Sache gestossen ist.
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jemandem vom Pferd erzählen
führt zurück auf Odysseus und dem trojanischen Krieg. Die Trojaner glaubtem der Lüge vom Opfergeschenk und zerrten das Pferd in die Stadt. Womit natürlich ihr Untergang besiegelt war.
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ein Scherflein dazu beitragen
Ein Scherf war früher der Name der wertmäßig kleinsten Münze, die ab 1480 in Erfurt geprägt wurde. Wenn also jeder sein Scherf(lein) dazu beiträgt, dann kommt eine Menge zusammen.
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Geld stinkt nicht
Der römische Kaiser Vespasian (69-79 nach Christus) erhob Steuern auf Bedürfnisanstalten. Der Einwand, dass Geld aus der Urinsteuer stinke, liess er mit den Worten non olet = es riecht nicht nicht gelten.
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den Löffel abgeben
Früher war Esswerkzeug viel wertvoller und seltener als heute. Oft aß man gemeinsam aus einer großen Schüssel. Wenn also jemand gestorben war, hat zum letzten mal die Nahrungsaufnahme stattgefunden und man hat den Löffel für immer weggelegt. Dieser wurde dann an die nächste Generation weitervererbt.
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einen Zahn zulegen
Als es im Haus noch offene Feuerstellen gab, hing der Topf an einem Gestell mit Zacken oder Zähnen, durch die man verschiedene Höhen einstellen konnte. Legt man einen Zahn zu, wurde der Topf niedriger gehängt, dass Essen wurde also schneller fertig.
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ein X für ein U vormachen
Wer sich ein X für ein U vormachen lässt, der lässt sich bescheißen. Das hat seinen Ursprung aus der Zeit, als man in Kneipen anschreiben liess. Das tat der Wirt mit Kreide. Das U ist eigentlich die römische Ziffer V = 5 und das X = 10. Wenn der Wirt also aus dem V das X machte, hatte er den Kunden praktisch das doppelte abgenommen, ihn also beschissen. Aus der Zeit des Anschreibens mit Kreide stammt auch der Ausdruck in der Kreide stehen.
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keine Fisimatenten machen
sagt man, wenn jemand keinen Blödsinn tun soll oder irgendetwas zu unterlassen hat. Der Begriff stammt aus den napoleonischen Kriegen. Als die französischen Soldaten Deutschland besetzt hielten, riefen sie den jungen Damen Visitez ma tente ! = Besuchen sie mein Zelt ! zu. Das wollten die Mütter natürlich nicht. Da die Französisch-Kenntnisse auch nicht so groß waren, wurde im Laufe der Jahre daraus dann Fisimatenten.
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Bis in die Puppen...
steht für sehr weit oder sehr lange. Friedrich der Große liess einst im Berliner Tiergarten am Großen Stern, wo aus allen Himmelsrichtungen Strassen aufeinandertrafen, Statuen der antiken Götterwelt aufstellen. Diese wurden von den Berlinern respektlos als Puppen bezeichnet.Ein Spaziergang bis dort war also sehr weit und ging bis in die Puppen.
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Durch die Lappen gehen
Wenn einem irgendetwas entwischt oder entgeht. Schon 1580 wurden bunte Zeuglappen als Schrecktücher zum Umstellen des Wildes erwähnt. Diese wurden zwischen die Bäume gehängt, um so bei Treibjagden das Wild aufzuscheuchen. Frecherweise gab es immer wieder Tiere, die sich davon nicht abschrecken ließen und einem somit buchstäblich durch die Lappen gingen.
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jemanden zeigen, was eine Harke ist
dann werden sie grob oder auch handgreiflich belehrt. Einer Anekdote nach hatte einmal ein Bauernsohn, der aus der Fremde heimkehrte, seine Muttersprache völlig vergessen. Als er aus Versehen auf den Zinken einer Harke trat und der Stiel ihm gegen den Kopf prallte rief er verfluchte Harke und hatte seine Erinnerung wiedergefunden.
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sich verfranzen
wenn sich jemand verirrt oder nicht mehr weiter weiss. Das Wort kommt ursprünglich aus der Fliegersprache. Im ersten Weltkrieg nannte man den Beobachter im Flugzeug Franz und den Piloten Emil. Wenn also Franz einen falschen Kurs weitergab und Emil sich verflog, hatte man sich also verfranzt

 
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